Handdruckspritze

Historische Handdruckspritzen sind die ersten technischen Geräte zur Brandbekämpfung, die mit Pferden zur Einsatzstelle gezogen und dann mit Muskelkraft betrieben wurden. Die hier ausgestellte, mit einem Kupferkessel ausgestattete Handdruckspritze, wurde im Jahr 1902 bei der FF Foerde (heute Grevenbrück) in Betrieb genommen. Hersteller war der Feuerlöschgerätehersteller Jos. Beduwe in Aachen. Fortschrittlich war seinerzeit die Förderleistung von ca 300 Liter Wasser pro Minute.

Die Pumpe konnte einerseits das Wasser mittels Saugschläuche ansaugen oder aus dem befüllten Kupferkessel weiter zur Brandstelle befördern. Das Fassungsvermögen des Kessels betrug ca 100 l, es konnte ein maximaler Druck von 8 kg/qcm ( 8 bar ) erzeugt werden. Für die Bedienung waren mindestens 6 Feuerwehrmänner nötig.
Die Handdruckspritze ist heute noch voll funktionsfähig und wird liebevoll „Hau Ruck“ genannt. Bei der 875-Jahr-Feier im Ortsteil Grevenbrück wurde die Funktion der Pumpe noch vorgeführt.